40 Jahre Schwarzwaldschrubba
Treffen des MC Kuhle Wampe Freiburg auf dem Kaiserstuhl
vom 29.06. bis 01.07.2018

Der Freiburger Club macht ja normalerweise keine Treffen, aber wenn schon mal das 40-jährige Clubjubiläum ansteht, dann ist das schon ein Treffen und eine Reise wert!!! Normalerweise wären wir ja mit dem Mopped gefahren. Da aber der TÜV bei meinem Bärchen wieder was zu mosern hatte, dachten wir, zu Freiburg passt ÖKO ja ganz gut, dann kommen wir halt mit der Bahn und Fahrrad. War eigentlich auch nur praktisch gedacht, da wir am Donnerstag aus dem Radurlaub kamen und einfach nur noch mal das Gepäck minimieren mussten. Nach einer relativ ereignislosen Bahnfahrt mit dem Klassiker: „Das ist aber mein Platz fürs Fahrrad, das kann ja gar nicht sein. „Nein sie haben Wagen 193 und wir sind Wagen Nr. 192“ und einer sehr netten und sehr interessante Begegnung mit einer alten Dame, die uns von ihren ROTEL –touren, „ach in der Wüste, das war schon toll und der Irak, Syrien etc. waren damals so interessante Länder, als noch kein Krieg war…“ Kurz darauf kamen wir in der ÖKO – Stadt Freiburg an. Der Bahnhof mit dem großen Fahrradparkhaus nebendran, aber keine Aufzüge, in die Fahrräder passen, aber nun ja, in Münster (auch Fahrradstadt) ist es interessanter Weise ähnlich.

Dennoch schafften wir es, uns ins Regiobähnli zu quetschen und dann in Gottenheim, kurz vor dem Kaiserstuhl wieder auszusteigen. Erst mal gepicknickt und Fahrzeuge aller Art an uns vorbeiziehen lassen. Dann machten auch wir uns Richtung Ihringen zum Kaiserstuhl auf. Die Radstrecke war gut ausgeschildert und wir radelten durch schöne Streuobstwiesen, Gärtchen, Äckerle, etc. Sehr idyllisch und ökologisch geprägt, den Lehrtafeln, die zum Teil aufgestellt waren, sollten dort sogar Wiedehopfe und Bienenfresser leben!! Gesehen haben wir aber leider keinen von ihnen.

Schließlich erreichten wir Ihringen und trafen wir schon mal die ersten Wampen, die wohl von dem Wampenfähnchen an meiner Fahrradtasche irritiert waren. Aber die meisten brausten eher vorbei. Ein Mopped ist halt doch schneller. Schließlich fingen am Ortsausgang die ersten Steigungen an, zum Glück war noch ein Brunnen am Weg, wo wir nochmals unsere Flaschen auffüllen und uns ein wenig abkühlen konnten. Ich glaube, unsere Arme haben sogar gezischt, als wir sie ins Wasser tauchten. Wir kämpften uns tapfer den Berg hoch und oben wurden wir dann freudig verwirrt begrüßt: „mit dem Faaahrrad ???“ „Wo ist der Motor bzw. die Batterie??“ “Respekt„ etc. Es spricht für die Wampe, dass sie gegenüber anderen Fortbewegungsmitteln doch irgendwie tolerant bis aufgeschlossen ist. Wir sind eben der etwas andere Moppedclub.

Die große Belohnung war jedoch die absolut phänomenale Aussicht! Zu Füßen lag die Rheinebene, links und rechts jeweils der Schwarzwald und die Vogesen, einfach traumhaft. Alle waren mit Gucken und fotografieren beschäftigt und die sonst so eifrigen Gespräche verebbten zwischendurch, weil immer wieder die Landschaft zum Genießen einlud.

Schließlich konnten wir uns doch zum Zeltaufbau durchringen und fanden ein Plätzchen mit wunderbarer Aussicht. Zwischendurch bekamen wir noch ein badisches Weinchen zum Willkommensgruss und schließlich ging es dann doch Richtung Hütte und Lagerfeuer und wie immer wurde es dann später am Abend, bevor wir ins Zelt krochen.

  

Am nächsten Vormittag dann erst mal ganz gemütlich Frühstück bevor die ersten Pläne für den Tag gemacht wurden, mit gleichzeitiger Bewunderung der Aussicht. Es war eine Ausfahrt mit Einkehr nach Wyhl geplant, zu den ehemaligen Stätten des damaligen Widerstandes gegen das geplante AKW. Da wir nicht motorisiert genug waren aber uns auch nochmals von der Sonne verwöhnen lassen wollten, machten wir uns zu einer Tour in die Umgebung auf, die schließlich im Waldschwimmbad von Breisach endete.

Die Nähe zur Grenze war mehr als deutlich: alle Schilder und zum Teil auch Lautsprecherdurchsagen in deutsch und französisch, und ca. 80% Franzosenanteil. Das war schon fast Frankreichurlaub. Das Wasser: einfach herrlich und wenig gechlort, als wir rein gingen zischte es wieder so ein bisschen. Es war ein wunderbarer Faulenzer*innentag. Schließlich mussten wir uns dann doch trennen und radelten wieder zum Platz und das zweite Mal den Berg rauf ging auch schon viel besser. Oben angekommen, bewunderten wir wieder wie alle die Aussicht, die einfach Hammer war. Schließlich gab es noch einen tollen Sonnenuntergang, so richtig romantisch. Anlässlich des Clubjubiläums gab es noch Lob und Preis und schließlich haben es sich die Freiburger nicht nehmen lassen, sogar eine Band zu engagieren, die geile Mucke mit mehreren Zugaben spielte. Schließlich wurde es beim gemütlichen Zusammensitzen wieder recht spät und dann krochen wir ins Zelt.
Nach dem Aufwachen hieß es dann leider alles einpacken und Zelt abbauen und dann mussten wir auch schon wieder den Zug nach Hause nehmen.

Liebe Freiburger*innen: vielen Dank für dieses tolle Treffen! Fünf Sterne dafür und ein extra Stern für die Aussicht!
DANKE!

Vally, KW Vaganten HD


 

Tour de Pfalz 2.0 - 2018

Am Freitag, 25.05.2018, Nachmittag gegen 14:00 Uhr haben Wolfgang und ich uns auf den Weg gemacht. Da sich die Wetterlage entsprechend gut entwickelt hat, haben wir bereits die Anfahrt mit schönen Teilstrecken ohne Autobahnabschnitte spicken können.
Zur Ankunft am Rahnenhof stand auch schon der Erste Gespann-Treiber in der Warteschlaufe. Gemeinsam haben wir dann unser Lager auf dem Zeltplatz des Naturfreundehaus aufgebaut. Im Laufe des späten Nachmittags und Abend haben sich dann noch weitere Treiber und Solisten zur Ausfahrt eingefunden, sowie einige Mitarbeiter der Ludwigshafener Lebenshilfe Crew. Die erste Nacht haben wir dann mit 11 Leuten auf dem Zeltplatz verbracht, und das nicht ohne zuvor noch einen netten Abend mit den Zusammengekommenen zu verbringen.

Samstag früh war schon um 7:00 Uhr Aufstehen angesagt, da wir gegen 9:30 in Ludwigshafen sein mussten, um dort unsere mitgebrachte Kleidung und Helme für unsere Mitfahrer bereit zu stellen. Dort angekommen übernahmen die Leute der Luha-Crew die Motorradkleidung und Helme, die die Klamotten den Teilnehmer passend zuordneten. 
Gegen Elf Uhr wurde der erste Startschuss gesetzt. Die mit dazugekommenen und jetzt gesamt 22 anwesenden Fahrzeuge und ihre Fahrer*innen, wurden mit den Passagieren in vier Gruppen mit maximal 6 Fahrzeugen aufgeteilt und in einem Zeitversatz von etwa 20 Minuten auf die „Piste“ geschickt. So konnten gesonderte, verkehrsrechtliche Auflagen umgangen werden. 

Es ging über Bad Dürkheim, Frankenstein und Hochspeyer auf Johanniskreuz. Dazwischen mal eine kurze Rast mit aussteigen, trinken und erforderlichen Falls, pipi machen. Zielpunkt war die Gaststätte „Cafe Nicklis“ in Johanniskreuz, einem beliebten Treff der hiesigen und weiträumigeren Pfälzer Motorradfahrer-Szene. Erwin hatte hier im Vorfeld bereits zwei Festbankgarnituren für uns reservieren lassen, so dass sich bei diesem göttlichen Ausflugswetter keine Sitzplatzprobleme in Konkurrenz mit den anderen Motorradfahren ergab. Dort gab es aber auch alternativ zu den Speisen und Getränken vom „Cafe Nicklis“ auch Wasser und eine kleine Zwischenmahlzeit aus dem Begleitfahrzeug der Luha-Crew. Durch unsere Gruppenaufteilung mit den zeitlichen Abständen, hat es sich dann auch so ergeben, dass die letzte in Johanniskreuz ankommende Gruppe bei Aufbruch der ersten Gruppe eintraf, wodurch es zu keiner „plötzlichen“ Überbelegung im Biergarten des Lokal kam. 

Anschließend ging es weiter über die Schmankerl-Strecke „Elmsteiner Tal“, für deren Befahrung sich Erwin eingesetzt hat, da für die Strecke am Wochenende ein Fahrverbot für Motorräder Gültigkeit hat. Mit einer von der Kreisverwaltung ausgestellten Genehmigung war es uns aber exklusiv möglich, die wunderbare Strecke durchfahren zu dürfen. Mit einem weiteren Zwischenstopp ging es schließlich zum Zielpunkt Rahnenhof, wo wir bereits von der Luha-Crew am Grill und der Getränkeausgabe erwartet wurden.

Im Rahmen dieses Abschluss-Grillen haben sich Treiber, Solisten, Mitfahrende und deren Elterntiere sowie die Leute der Luha-Crew „bunt“ vermischt. Überraschend ergab es sich nicht, dass es zu „Grüppchenbildung“ kam, bei der sich nur die Leute austauschen, die einander schon vertraut sind. Diese Fest wuchs aufgrund vieler Gespräche mit und durch alle Reihen der beteiligten Gruppen.
So kann Inklusion funktionieren.

Gegen 18:00 Uhr wurde der erste Teil unserer Mitfahrenden mittels Bus nach Ludwigshafen zurück gebracht, während der anderer Teil, der von den Eltern oder Verwandten abgeholt wurde, uns bis nach 20:00 Uhr noch Gesellschaft leistete. Am Ende des Tages blieben von den 22 dagewesenen Fahren 7 Zurück, die mit den gebliebenen Luha-Crew Leuten gemeinsam noch ein paar schöne Stunden am Rahnenhof verbrachten, begleitet von „Metulski“, einem (noch und zu unrecht) unbekannten Liedermacher.
Wie haben an diesem Abend einiges getrunken und noch viel mehr gelacht, bevor wir dann erschöpft und zufrieden in unsere Zelte gefallen sind. 

Nach Kaffee und ausgiebigem Frühstück haben wir am Sonntag gegen 11:30 unsere Heimreise angetreten, die sich, ähnlich der Anfahrt, deutlich länger über schöne Strecken zog, als erforderlich gewesen wäre. 

Danken möchten wir Vaganten allen Kuhle Wampe Clubs, die sich hier beteiligt haben, der Familie Hartmann, den Leuten der KOG (Kackstuhl Owners Group) Erwin und allen anderen Einzelpersonen, die hier engagiert mitgeholfen haben, Augen zum leuchten zu bringen!
Und natürlich der Luha-Crew, die hier ein riesiges Engagement eingebracht hat. Mit Euch sowas zu organisieren macht einfach nur Freude. 

Ein äußerst gelungenes Wochenende ging zu Ende.
Nächstes Jahr dann wieder!?

Michel


Und hier die noch versprochenen Bilder!