Ausfahrt mit Kundinnen und Kunden der offenen Hilfen Ludwigshafen

"Tour de Pfalz 2022", 24. bis 26.Juni 2022

In 2017, 2018 und 2019 haben wir gemeinsam mit der offenen Hilfen der Lebenshilfe Ludwigshafen, vorzugsweise mit Gespannen, Trikes aber auch mit Solo-Motorrädern, eine Ausfahrt in die Pfalz organisiert (Siehe auch unsere Berichte dazu unter „Tour de Pfalz“ https://www.kuhle-wampe-hd.de/index.php/aktivitaeten/117-tour-de-pfalz , „Tour de Pfalz 2.0“ https://www.kuhle-wampe-hd.de/index.php/aktivitaeten/153-tour-de-pfalz-2018-bericht) und „Tour de Pfalz 2019“  https://www.kuhle-wampe-hd.de/index.php/aktivitaeten/183-tour-de-pfalz-2019 . Die entstandene Begeisterung wollten wir auch in 2020 wiederholen.

Dann aber kam Corona.

Beim Folgeversuch in 2021 war uns nicht nur der Virus, sondern auch unsere persönlichen (gesundheitlichen) Einschränkungen im Wege.

Aber: WIR GEBEN UNSER ZIEL NIEMALS AUF!

Der Ablauf 2022 soll dem aus 2019 gleichen. Für die Fernreisenden besteht bereits am Freitag die Möglichkeit zur Anreise. Wir treffen uns Freitag wieder am Rahnenhof (Mehr zum Rahnenhof und Anfahrt Beschreibung HIER) mit den Leuten der OH-Crew aus Ludwigshafen. Dort können wir auf dem Platz unsere Zelte aufbauen und übernachten. Gebühr pro Nase und Nacht liegt (aktuell) bei 4,60 €. Es gibt Sanitäranlagen auf dem Platz und eine Feuerstelle. An diesem Abend wäre Selbstversorgung angesagt.

Die, die keinen Bock auf Zelten haben, hätten die Möglichkeit sich eine Schlafgelegenheit im Rahnenhof zu buchen. Der Kontakt : Telefon 06356 / 962500. Kosten pro Nacht und Nase aktuell 23,50 € (ohne Frühstück). Wer im Bett schlafen möchte, sollte sich aber mit der Buchung beeilen, da die Zimmer dort schnell vergeben sind! 

Termin: Vom Freitag dem 24.06. bis Sonntag den 26.06.2022

Weiter zur Planung:
Am Samstagmorgen, nach Selbstversorger-Frühstück, fahren wir gemeinsam zur Lebenshilfe nach Ludwigshafen-Oggersheim (Anfahrtbeschreibung HIER), so dass wir um 09:30 Uhr dabei sein können, wenn die Teilnehmer*innen eingekleidet werden. Zu diesem Zweck wäre es prima, wenn Ihr wieder Eure überzähligen Helme, Jacken und Handschuhe mitbringen könntet, so dass die Teilnehmer*innen halbwegs vernünftig eingekleidet werden können.

Gegen 11:00 Uhr soll der Startschuss fallen, ab in die Pfalz!
Auf dem Weg durch pfälzische Gefilde werden wir wenigstens zwei Pausen einlegen. Wo und Wann ist noch im Klärungsprozess. Abschluss der Ausfahrt wird dann der Rahnenhof mit einem zünftigen Grillfest, organisiert von der OH-Crew, werden. „Open End“ für alle Beteiligten! Die Teilnehmer*innen, die zurück nach Ludwigshafen müssen werden vom Rahnenhof mit dem Bus zurückgebracht, oder von Ihren Elterntieren abgeholt. Was übrig bleibt kann dann abermals am oder im Rahnenhof übernachten um am Sonntag nach dem Selbstversorger-Frühstück wieder ab zu reisen.

So ist für Jede und Jeden die Option offen, sich zwanglos so zu beteiligen, wie sie/er es gerne möchte. Ob nur die Ausfahrt am Samstag oder eine der beiden Übernachtungen oder das volle Programm über das gesamte Wochenende mitnehmen, bleibt einer/einem jedem selbst überlassen, Hauptsache dabei sein! 

Da das pandemische Problem aktuell (14.11.2021) wieder kräftig auflegt, kann es natürlich passieren, dass uns dieses auch zur Ausfahrt noch Bedingungen auferlegen wird, die wir einzuhalten hätten (Hygieneplan – Abstandsregeln – Maskenpflicht oder ähnliches). Wir würden Euch aber (dann zeitnah) über solche Bedingungen informieren.

Möge uns das Virus gnädig sein!

Wer mitmachen möchte melde sich bitte über unser Kontaktformular oder telefonisch bei René unter 0177 1752427.

   

Wir freuen uns auf Euch!

Mehr Infos zu den offenen Hilfen in Ludwigshafen findet Ihr hier: https://lebenshilfe-ludwigshafen.de/familie-und-freizeit/offene-hilfen/

Lauter Protest gegen Nazifackelmahnwache in Pforzheim
am 23. Februar 2020

Der Verwaltungsgerichtshof Mannheim hat in letzter Instanz den Widerspruch der Stadt Pforzheim gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe zur sogenannten „Fackelmahnwache“ abgelehnt. Damit duften am Sonntag, 23. Februar, erneut Neonazis auf dem Pforzheimer Wartberg aufmarschieren. 

Auszug aus der Stellungnahme des Bürgermeisters der Stadt Pforzheim:
„Es sei nun an den Pforzheimerinnen und Pforzheimern zu zeigen, dass sie in ihrer Ablehnung gegen Rechtsextremismus, Rassismus und jede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zusammenstehen.“ Und das geschah auch. An der Kundgebungen nahmen viele hundert Menschen teil. Die Demonstration auf den Wartberg bis zum zugelassenen Kundgebungsplatz hatte lt. dem „Beobachter“ 1000 Teilnehmer*innen. Mehr als in den vergangen Jahren.
Die Wampen waren dabei. Schon auf der Hinfahrt sprach mich eine Demonstrant aus Karlsruhe an. Toll, das Ihr dabei seid. Gibts den Michel noch? Dann am Handy Fluke: Ich bin schon da, wo bist Du? Fluke hielt vor dem Bahnhof ein kurzes Grußwort für den Verband MCKW. Unsere Anwesenheit kam gut an.  Auf dem Bahnhofsplatz und während der Demonstration gab es  positive Gespräche zu unserer Teilnahme.
Am Kundgebungsplatz fanden eine Aktionen mit Lautstärke statt. Alle Teilnehmer*innen schlugen Krach und pfiffen, um die Schweigeminute der Nazis zu füllen. Es startete ein buntes Feuerwerk. Die bunten Raketen waren für alle auf und um dem Wartberg gut sichtbar.

     

Die Ordnungskräfte setzten  massiv und willkürlich auf Seiten der Demonstrant*innen Pfefferspray ein. Sobald eine Person die Straße verließ: Einsatz von Pfefferspray. Ein Kollege vom DGB, in ganz normaler Straßenkleidung, erhielt eine Ladung Pfefferspray ,weil er den Bürgersteig verlassen hatte. Der ganze Wartberg um die Demoroute herum war mit Polizeipferdestaffeln, polizeilichen Kampftruppen, etc. abgeriegelt. Die Demosanitäter*innen durften als Einzige zu den Verletzten. Die sich alle im genehmigten Bereich befanden!

Beim Verlassen der Demo trafen wir auf folgenden Vorgang: Auf der genehmigten Demoroute, beim Verlassen der Demo, trennte die Polizei mit massivem Einsatz einen jungen Antifaschisten mitten auf der Straße von seiner Gruppe. Sie warfen in zu Boden und Ruck, Zuck war er weg. Uns da zugeeilten begegneten Sie mit harschen Befehlen, zurück! Und Frontalaufnahme Kamera. Das Versammlungsrecht der Nazis stand in der praktischen Ausführung über dem Versammlung recht der Antifaschist*innen.

Trotz alledem: der Protest war unüberhörbar und unübersehbar.

Hintergrund:
Die jährliche Nazifackelmahnwache von dem "Freundeskreis Ein Herz für Deutschland" findet jedes Jahr am Februar auf dem Pforzheimer Wartberg statt. Seit nun schon 25 Jahren treffen sich Faschist*innen aus ganz Süddeutschland zu Jahresbeginn in Pforzheim. Dort gedenken die angereisten Nazis mit Fackeln und einer Schweigeminute der Zerstörung Pforzheims durch die flächendeckende Bombardierung der britischen "Royal Air Force" im Jahr 1945. Über 17.000 Menschen starben in dem Bombenhagel. Ein unvorstellbares Ereignis.

Jedoch verdrehen die Nazis die historischen Ereignisse so, dass ihre eigene Veranstaltung nach außen hin ideologisch gerechtfertigt erscheinen soll. Die systematische Massenvernichtung von Menschen und die Kriegsverbrechen des faschistischen Deutschlands lassen sie unter den Tisch fallen. Schlimmer noch: Sie werden geleugnet und gleichzeitig wird die deutsche Aggressionspolitik gelobt.

Fazit:
Mailingliste lesen lohnt sich. So kam Fluke dazu.
Wampen, jetzt erst Recht: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg.
Weil notwendig ist: Raus auf die Straße.

Ulli